Auf den Spuren der Fledermaus

von | 8. Sep.. 2026 | 0 Kommentare

Am letzten Samstag in den Sommerferien lud der Naturschutzverein Glattfelden ein zu einer Fledermaus-Exkursion. Viel Spannendes zu diesem Tier durften wir erfahren.

Gleich zu Beginn forderte Isabelle Bögli von der Stiftung Fledermausschutz die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer heraus. „Zeichnet eine Fledermaus!“ Jung und Alt nahmen die Kreiden in die Hand und lebten auf dem Teer ihr künstlerisches Talent aus. Gar nicht so einfach! Doch Isabelle erklärte uns gleich anhand von Schautafeln und einem Präparat die anatomischen Eigenschaften dieses Tieres.

99 wildlebende Säugetierarten existieren in der Schweiz, 30 davon sind Fledermausarten. Die kleinste heimische Art wiegt 5 Gramm, wie Isabelle mit zwei „Zuckereili“ eindrucksvoll demonstrierte, die grösste bis 45 Gramm.

Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten. Bis zur Hälfte ihres Körpergewichts fressen diese Tiere pro Tag. Isabelle kramte eine Flasche mit schwarzem, körnigem Inhalt aus ihrem Rucksack und schüttete eine kleine Menge davon in einen Teller. Richtig geraten, es handelte sich um Fledermauskot. Mit Wasser lösten wir ihn auf und konnten mit Hilfe einer Lupe Überreste wie Beinchen oder Panzerteile erspähen.

Inzwischen dunkelte es ein. Isabelle verteilte den Teilnehmern Ultraschalldetektoren. Alle heimischen Fledermausarten orientieren sich und jagen mit Hilfe der Ultraschall Echo-Ortung. Diese Laute nehmen wir nicht wahr, doch mit diesem Gerät werden die Laute in hörbare Töne umgewandelt.

Und los ging es auf die Pirsch. Schon kurze Zeit später ertönten die Detektoren. Und wirklich – über unseren Köpfen sausten vermutlich Abendsegler auf der Jagd nach Insekten durch die Dämmerung. Zum Glück blieb es nicht bei einer einmaligen Sichtung. Welche Arten es genau waren, konnte Isabelle nicht bestimmen. Das sei ziemlich schwierig.

Erst 2019 wurde eine neue Art in der Schweiz entdeckt, die Kryptische Fledermaus. Und doch sind nur vier Arten nicht gefährdet. Insektenschwund wegen Pestizideinsatzes, zerstörter Lebensraum, Lichtverschmutzung, all das macht für die Tiere das Überleben schwierig.

Zum Schluss gab es einen grossen Applaus für Isabelle Bögli. Mit ihrem fundierten Wissen und engagiertem Einsatz vermittelte sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf anschauliche Weise spannende Einblicke in die verborgene Welt der Fledermäuse.

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